Bücher
Mörderische Aare
13 Krimis, 13 Tatorte: Von der Aarequelle bis zur Mündung, von der Gegenwart bis in die Vergangenheit zieht sich eine Spur des Verbrechens.
Gmeiner Verlag, Juli 2025
Seit Frühsommer 2018 sind die Autorinnen Sandra Rutschi, Melanie Gerber, Stefanie Christ, Blanca Burri, Carolin Merkle und die Musikerin Sarah Luisa Iseli gemeinsam als “Liederatour” unterwegs. Ihr erstes Programm “Abgründe” sorgte für Hühnerhautmomente.
Mit “Grenzgänge” legen sie ihre erste Anthologie in der Edition Buchfink vor. Die Geschichten, Gedichte und Lieder geben gleichzeitig den Ton an fürs zweite Programm der Liederatour.
Die Medien zu “Grenzgänge”:
Berner Zeitung vom 13. November 2019
Radio Neo1 vom 15. November 2019
Anzeiger von Saanen vom 22. November 2019
Textausschnitt “Hinüber”:
Wie Särge auf Rädern stehen die Lastwagen Seite an Seite und verdrängen mit ihren Schatten das Licht der Laternen. Ein Geruch von Gummi und Benzin liegt in der Luft, kehlkratzende Abgasdämpfe, ausgedünstet von noch warmen Maschinen. Aus einem der Brummis erklingt Countrymusik, hinter den mit Stoffen behängten Fenstern einer Fahrerkabine bewegt sich jemand.
Tina hört ihr Herz klopfen. Wie ein kleiner Vogel flattert es in ihrer Brust und möchte ausbrechen, davonfliegen.
«Ich fahr dich», hat Sebastian gesagt, als er im Zollamt die Stempel in die Schublade legte und die Jacke vom Haken nahm. «Oder ich komm zumindest mit bis zu deinem Auto. Ich will nicht, dass du die nächste bist.» Doch Tina hat nur gelächelt und den Kopf geschüttelt. «Lass mal. Mir wird bestimmt nichts zustossen.»
Textausschnitt “Fest”:
In diesem Moment wechselten die Sterne an den Wänden die Farbe und blinkten allesamt rot. Schommers Magen verkrampfte sich, in seinen Ohren rauschte es, und seine Augen brannten, als möchten sie Blut weinen. «Ich kündige. Bichsel will mich zu seiner Partnerin machen», hörte er sich mit Lucias Stimme schreien. Dann war ihm, als würde jemand mit einem gigantischen Hammer auf seinen Schädel schlagen. Er wandte sich von Lucia ab, erblickte sich im Wandspiegel – und sah, wie sich ein grosser Riss von seiner linken Schläfe zum rechten Mundwinkel zog. Schommer fasste sich an den Kopf, versuchte, ihn zusammenzuhalten. Doch sein Gesicht zerfiel in Einzelteile, und mit ihm der Spiegel.
Es klirrte. Einmal, zweimal … neben Schommers Lackschuhen lagen die Nase und das Kinn … dreimal, viermal … ein Stück Auge und die Unterlippe kamen hinzu … fünfmal, sechsmal … «Die Rede, Patrick!», rief Lucia, und Schommer stellte zu seinem Erstaunen fest, dass sie gar nicht mehr neben ihm sass, sondern neben Marc, dessen Huskyaugen ihn zu durchbohren schienen. Sie klopfte mit einem Löffel an ein Glas und strahlte zu Schommer hinüber, als hätten sie gerade die Party ihres Lebens.
13 Krimis, 13 Tatorte: Von der Aarequelle bis zur Mündung, von der Gegenwart bis in die Vergangenheit zieht sich eine Spur des Verbrechens.
Gmeiner Verlag, Juli 2025
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